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04.05.2017 /

mediascout PREMIUM »Alles Lüge?«

Jugendliche und Fake-News in sozialen Netzwerken


Das Medienvertrauen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Das belegen die Daten des Eurobarometers, der im Auftrag der Europäischen Kommission halbjährlich in allen Mitgliedsstaaten erhoben wird. In Deutschland haben alle zugelegt: Zeitungen, Zeitschriften, Radio und Fernsehen.

Nachrichten und Meldungen durchziehen auch soziale Netzwerke. Für viele sind Facebook, Instagram, Twitter – aber auch Whatsapp und Snapchat zu Informationskanälen geworden. In Timelines, Chats und Streams gerät Realität dabei häufig aus dem Blick, Algorithmen persönlicher Surfgewohnheiten erzeugen Filterblasen und verändern unsere Sicht auf die ganze Welt. Aus der neuen Aufmerksamkeitsindustrie entwickeln sich vernetzte Geschäftsmodelle, die mit der Wirklichkeit spielen und mit „postfaktischen“ Inhalten Politik machen. Doch nicht nur das: auch einzelne Nutzer-innen versuchen direkt zu manipulieren, in dem sie falsche Behauptungen durch sogennante „Memes” verbreiten. Dies beginnt schon mit ganz einfachen Kettenbriefen in Messengern wie Whatsapp.

Aktuell versucht die Bundesregierung gesetzlich gegen Fake-News und Hate-Speech vorzugehen. Der Entwurf des sogenannten  Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) bzw. Meinungsfreiheitsbekämpfungsgesetz (MfBG) stößt dabei aber ebenfalls auf Kritik: Wer soll entscheiden, was wahr ist?

Der mediascout PREMIUM »Alles Lüge? – Jugendliche und Fake-News in sozialen Netzwerken« stellt sich in der aktuellen Diskussion auf die Seite von Kindern und Jugendlichen und fragt:

  • Wo begegnen Kindern und Jugendlichen Falschmeldungen?
  • Zwischen Kettenbriefen und „alternativen Fakten“: Rezeption und Wirkung
  • Ursachenforschung: Warum wird "gelogen"?
  • Fake-News in sozialen Netzwerken: pro / contra neue Gesetzesverschärfungen
  • Sind Falschmeldungen eine Herausforderung für die (Medien-) Pädagogik?

Die Tagesveranstaltung mediascout PREMIUM wendet sich an haupt- und ehrenamtlich Aktive in der Jugendarbeit und findet am 07.06.2017 von 9:00 bis 16:30 Uhr in Hannover statt. Die Teilnahme ist kostenlos, es werden keine Fahrtkosten erstattet, die Zugehörigkeit zu einem anerkannten Träger der Jugendarbeit ist Voraussetzung für die Teilnahme. 

Referent

Moritz Becker ist Dipl. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge (FH) und arbeitet seit 2005 für smiley e.V. Er engagiert sich in den Bereichen „außerschulische Medien-Projekte”, „JULEICA-Ausbildungen”, „Arbeit mit Schulklassen”, „Elternseminare” und „Multiplikator-inn-enfortbildungen”. Er ist neben seiner Tätigkeit bei smiley e.V. Dozent der Nds. Landesmedienanstalt (NLM), Lehrbeauftragter der Uni Hannover. Der Verein smiley e.V. setzt sich mit der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen auseinander und sensibilisiert für den Umgang mit aktuellen digitalen Medien und in sozialen Netzwerken. 

Anmeldung

Die Anmeldung für die medienpraktische Fortbildung ist per Mail bis zum 31.05.2017 möglich an: anmeldung(at)ljr.de. Bitte dabei Name, Adresse, E-Mail und Jugendverband angeben. Es können max. 12 Personen teilnehmen, die Reihenfolge im Posteingang entscheidet über die Platzvergabe.

Hintergrund

Der mediascout PREMIUM ergänzt das 3-tägige Qualifizierungsangebot mediascout für haupt- und ehrenamtlich Aktive in der Jugendarbeit. Es finden jährlich 3 PREMIUM-Veranstaltungen zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen mit Socialmedia-Expert-inn-en statt. Die Qualifizierung mediascout ist Bestandteil der Kooperation »neXTmedia - Medienkompetenz in der Jugendarbeit« zwischen der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) und dem Landesjugendring Niedersachsen e.V. 


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